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Gerade zum Fest aller Feste sucht man für Kinder nach dem besonderen Geschenk. Meist wird man überhäuft mit Angeboten. Alle wollen einem etwas verkaufen. Allerorten blinkt und glitzert es im Spielzeugland. Es gibt Autorennbahnen, Bausteine,
Nintendo-DS-Module, PC-Games, PS3-Spiele, Kinder-DVDs und vieles andere mehr. Eine Aufzählung kann hierbei niemals den Anspruch auf Geschlossenheit besitzen. Stets ist sie lediglich ein Ansatzpunkt für die eigene Gedankenkette.
Man sieht also, dass die bunte und schimmernde Welt des Kinder-Konsums bereits in frühen Jahren keine Grenzen kennt. Wie schön
ist es da zu wissen, dass es immer noch eine Geschenkart gibt, die auch heute in unserer multimedialen Zeit noch nichts von ihrer Attraktivität verloren hat – das Kinderbilderbuch.
Sofern es hübsch gemacht ist, die Stimmung der Zeichnungen gelungen ist und die erzählte Geschichte überzeugt, macht man mit dem Verschenken
eines Kinderbilderbuches im Normalfall niemals etwas falsch.
Der Verlag Coppenrath hat mit „Engel Elias und die vertauschten Weihnachtsgeschenke“ ein heißes Eisen im Feuer des
Kinderbilderbuchmarktes. Bereits mit „Engel Elias wünscht sich was“ hat man die Figur des kleinen Engels Elias eingeführt.
Verantwortlich für die Kreation zeigt sich Gaby Scholz. Die Umsetzung der Geschichte in Bilder besorgt Betina Gotzen-Beek. Doch wie gelungen ist „Engel Elias und die vertauschten
Weihnachtsgeschenke“? Dieser Frage soll im Folgenden nachgegangen werden.
Zunächst zur inhaltlichen Besprechung von „Engel Elias und die vertauschten Weihnachtsgeschenke“. „Der Weihnachtsmann ist schon
längst auf dem Weg zur Erde, als Engelchen Marie bemerkt, dass sie zwei Weihnachtsgeschenke vertauscht hat. Nun bekommt Opa Emil eine Autorennbahn und die kleine Luisa eine Tabakspfeife! Doch kein Problem
für Engel Elias: Kurz entschlossen startet er zu einem weiteren unerlaubten Erdeneinsatz. Das Schlittengespann des Weihnachtsmannes einzuholen ist allerdings gar nicht so einfach. Ob Elias es schafft, die Geschenke noch
rechtzeitig vor der Bescherung zu tauschen?“ Die Beschreibung greift die wesentlichen Handlungselemente auf.
Auf seiner Reise durch die Stadt trifft der Engel Elias auf unterschiedlichste
Personen. Zum Beispiel trifft er das kleine Mädchen Luisa, das auf den Weihnachtsmann wartet und stattdessen eine durch den Kamin rauschenden, schwarzverrußten Engel findet. Auch im Krankenhaus landet
Elias auf seiner Suche und beim Förster mit seinen Wildtieren. Er gelangt auch zu einem Flughafen, wo er in den Tower klettert und die Radarschirme betrachtet auf seiner Suche nach dem Weihnachtsmann.
Und als er schlussendlich bei den vertauschten Geschenken angelangt, entwickelt sich alles doch ganz anders, als vermutet.
Nach dieser inhaltlichen Fassung kommt nun die Kritik. „Engel Elias und die vertauschten Weihnachtsgeschenke“ ist ein liebevoll
gezeichnetes Kinderbilderbuch. Die großformatigen Zeichnungen stecken voller Details und sind handwerklich auf höchstem Niveau. Auch die erzählte Geschichte regt an. Die Erwachsenen werden
über die „Abenteuer“ des Engels größtenteils schmunzeln, aber auch nachdenklich sein. Die Kinder haben ihre Freude an den Zeichnungen und an der Verschmitztheit des Engels Elias, der als
Charakter sehr irdisch und „geerdet“ daherkommt und wenig mit dem Begriff „Entrücktheit“ am Hut hat.
Es ist schön zu sehen, dass diese Art von menschlicher Wärme im Kinderbilderbuch noch existiert und existieren darf und der
pädagogische Zeigefinger ausbleibt.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass mit „Engel Elias und die vertauschten Weihnachtsgeschenke“ ein Kinderbilderbuch
erschienen ist, das Eltern und Kindern gleichermaßen Freude machen wird. Gerne nimmt man es zur Hand und liest daraus den Kindern vor. Empfehlenswert!
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